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Entstehende Nebenkosten beim Immobilienerwerb

 

Ein Immobilienkäufer hat außer dem Kaufpreis noch eine Reihe Erwerbsnebenkosten zu zahlen, die doch erheblich sind und bei Nichtbeachtung Formen annehmen können, die einen Immobilienkäufer in den "Ruin" treiben können.

Dies sind die Notarkosten, die Gerichtsgebühren, die Grunderwerbssteuer und möglicherweise die Maklergebühren. Im Durchschnitt belaufen sich diese Kosten zwischen ca. 6 bis ca. 13 % des Kaufpreises der Immobilie. Vor allem sind Teile dieser Kosten Kosten, die an keinem vereinbartem Datum fällig, sondern nach Rechnungslegung zu zahlen sind. Also dann, wenn die jeweilige Genehmigung, Bescheinigung usw. vorliegt.

Der Gesetzgeber hat für einen nicht geringen Teil dieser Kosten eine Kostenordnung (KostO) erlassen. Diese Ordnung betrifft im Falle eines Immobilienkaufs die Vergütung des amtierenden Notars und entstehende Gerichtskosten.

Üblicherweise trägt der Käufer all diese Kosten. So wird es auch im Kaufvertrag vereinbart. Ist aber der Käufer zahlungsunfähig, so gelten beide Parteien (Verkäufer- und Käuferpartei) als Gesamtschuldner. Für den Verkäufer bedeutet das, der Käufer hat seine Pflichten aus der Beurkundung heraus erfüllt, hat also den Kaufpreis gezahlt und nur die Erwerbsnebenkosten stehen einer endgültigen Verwirklichung des Vertrages im Wege, so holt sich "Vater Staat", die Gemeinde und auch der Notar das ihm Zustehende vom Verkäufer.

Sollten in der Abteilung II des Grundbuches Pflichten oder Rechte bzw. in der Abteilung III Grundschulden oder Hypotheken eingetragen sein, sind diese entsprechend der Grundbuchordnung (GBO) zur Löschung zu bringen. Die dabei entstehenden Kosten trägt, wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, die Verkäuferseite.

Auch kommt es immer wieder vor, daß ein Grundstück noch nicht abgeteilt bzw. vermessen ist. Auch hier entstehen nicht unerhebliche Kosten. Wer diese zu tragen hat, ist von den Abmachungen im Vertrag abhängig.

Die Notarkosten sind wie gesagt in der KostO § 32, § 36 Abs. 2 und § 39 Abs. 2 fest geschrieben. Dieser Kostenordnung ist eine Gebührentabelle beigefügt.

 

Allein für die Beurkundung steht dem Notar das Doppelte der vollen Gebühr des Geschäftswertes zu. Geschäftswert und Kaufpreis sind identisch. Ist der Notar auch weiterhin für die Beteiligten tätig, z.B. einholen von Genehmigungen, steht ihm nochmals die Gebühr aus einem halben Geschäftswert zu. Wird der Notar mit weiteren Nebentätigkeiten beauftragt, hat er das Recht, für jede einzelne Nebentätigkeit eine Gebühr zu verlangen. Je nach Art, Schwierigkeit und Umfang der Nebentätigkeit kann der Notar nach eigenem Ermessen diese Summe zwischen 10 - 100 % der Gebühr des Geschäftswertes (des Kaufpreises) festlegen.

Um dem geschätzten Leser einen etwaigen Überblick zu verschaffen, erlauben wir uns, aus der Anlage zum § 32 der KostO einige ausgewählte Preise zu veröffentlichen.


Geschäftswert bis ... €
50.000
70.000
80.000
90.000
100.000
120.000
140.000
160.000
180.000
200.000
220.000
240.000
260.000
280.000
300.000
340.000
360.000
380.000
400.000
440.000
480.000
500.000
540.000
580.000
  Gebühr in €
160
200
220
240
260
290
320
350
380
410
440
470
500
530
560
620
650
680
710
800
830
860
950
980

 

 

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